zum Zucker bestimmte Rüben aber in der Ruhe fortwach⸗ sen lassen. §. 23.
Der Acker, wo die Runkelrüben in Schanzen ge⸗ setzt worden, wird durch die letzte Behackung der Rüben ganz geebnet, und gleicht einem der reinsten Gärten, dessen Grund durchaus aufgelockert ist; so zwar, daß,
wenn man bei der Einfechsung der Rüben nicht gehörig
Acht giebt, und mit dem Wagen 30 bis 40-mahl immer nur im nehmlichen Gleis fährt; so wird diese gereinigte lockere Erde so fest, wie die Landstraße selbst, und man nicht im Stande ist es mit drei- und viermahligen Ackern in den vorigen lockern Stand zu setzen. Die Rüben aber mit ihren Kahlkopf, stehen da, als soviel entblößte Menschenköpfe. V. 2.
Die erwachsene Runkelrüben haben keine Feinde; nur das Vieh des Herrn Nachbars, als guter Freund dieser Rüben, kann sich in seinen Mußestunden schwerlich enthalten, seine aufgetischte Leibspeise nicht zu versuchen. Dieß macht dem Rübeneigenthümer mehr Gift und Gall, als der Reitwurm, der nur blutselten, und nur in dem sehr fetten Mistboden, als seinem Aufenthaltsorte, auch nur die junge Pflanzen auswühlt und durchfrist; mit den erwachsenen Rüben hat er nichts zu befehlen. Der Maulscheer macht manchmahl; besonders in sehr fetten Boden, wo er nach seinem Raub zu lauern gewöhnt ist, gleich nach dem Versetzen der Pflanzen, noch mehr Ver— druß, als alle andere sogenannte Feinde: denn, er wühlt die Pflanzen ganz reiheweise und regelmäßig aus, als wenn es pflichtmäßig geschehen sollte, so daß die Pflan⸗


