§. 4.
Die Methode Runkelrüben zu erzielen ist zwar zwei— erlei: jedoch die eine besser als die andere.— Wenn man die Saamen,— wegen die Sicherheit, paarweiß,— nach der, in der Folge zu erfahrenden Art, in dem gut zube⸗ reiteten Acker(denn, wir wollen morgen⸗oder jochweiß manipuliren) gerade nur aussteckt: so hat man, wenn nicht gar die ganze Zeit, Mühe und den Kosten-Auf— wand verlohren; doch dabei sicher sparsam seine Rechnung zu hoffen. Man soll sich gar nicht stöhren lassen, wenn man mit dieser Behauptung ganz entgegengesetzte Mei⸗ nung Einiger, lesen diürfte: denn, ich behaupte das, was ich seit 0 Jahren mit allerbestem Erfolge ausübe, wo ich mehrmahl/ nach sattsamer Auswinterung von 30 bis 50 Stück großen Viehes, die Übergebliebene derlei
Rüben, nach Georgii Tag(andgewöhnlich, weil man
bei uns für solche Handelswaaren selten oder nie Käufer findet) haufenweiß(wie 1810 in P.) verschenken mußte.
Auch in Ansehung der Beschaffenheit des Saamens, bessen Hülle mam, als bis 5 Stück bloßße Saamenkörner faßend angiebt, gebe ich wiederhohlt den wohlgemeinten Rath, daß man ohne Bedenken in jedem Loch zwei ganze Saamen in Hüllen, daß ist, zwei sogenannte Kapseln, mit, wegen meiner, 10 Stück eingehullten Saamenkörn⸗ chen einstecken solle; und man nach 10 bis 4 Tägen sroh seyn kann, wenn statt zehen, zwey, auch wohl nur eine Rübenpflanze findet. Freilich trifft es sich hin und da, wo der eingesteckte Saame eine belsebige mabrix gefunden hat, daß mehr Pflanzen zum Vorschein kom⸗
men, als Kapseln gesetzt worden: aber, wie viel Hal⸗“


