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Einige Bemerkungen eines praktischen Landwirths über das Ganze der Schafzucht von Herrn Petri
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aber bekanntlich hat der umgekehrte Fall hänfig Statt gefunden. Was aber besonders Herrn Pe tri aufmerksam und weniger zuversichtlich machen sollte, ist die bekannte Thatsache, daß alle Woll⸗ händler und Fabrikanten die Sächsische Wolle vorziehen und theurer bezahlen.

Jeder genieße übrigens die wohlberdienten Früchte seiner Einsicht und Anstrengung. Ist die Rage des Herrn Petri so vollkommen, als er sie schildert, so wird sie mit Gold aufgewogen noch immer zu wohlfeil bezählt werden. Je der Uapartheiische wird sich über diese ungeheure Vervollkommnung der Schafzucht unendlich freuen; ohne Beweis aber ist es unmöglich an Wunder zu glauben, wie doch ohnstreitig 13 Pfund Wolle aus 24 Pfund Häckerlingfutter darstellen würde.

Daß übrigens keine perfönlichen Rücksichten diese Bemerkungen veranlaßt haben, ergiebt sich wohl daraus, daß deren Verfasser kein einziges Schaf besitzt, Herrn Petri gar nicht persönlich kennt, ihm auch höchst gleichgültig seyn kann, ob Sächsische Schafe und Wolle besser oder schlech ter sind, als Oesterreichische. Herr Petri aber muß sich, wie Jeder, der seine Meinungen dem Publiko vorlegt gefallen lassen, wenn sie durch Gründe und mit Bescheidenheit bestritten werden,