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3) daß sie in der Länge und Breite mehr einwalkt, als andere Wolle.
Wenn man die Merinos, womit Teutscht land jetzt überschwemmt wird, mit Unpartheilich⸗ keit betrachtet, so kann man sich nicht genug über die Verschiedenheit der Wolle bei jedem Indi⸗ viduo verwundern. Das ist denn doch ein siche— rer Beweis von Ausartung; denn jedes Schaf und jeder Stähr— die nicht durchaus relatib gleiche Beschaffenheit der Wolle am ganzen Körper haben, sind zur Zuzucht untauglich. Man bescheidet sich
namlich, daß Fuß- und Bauchwolle etwas ab⸗ fallen; aber die sehr großen Schafe des Herrn Grafen von Schönburg zu Rochsburg haben an den ganz bewachsenen Fühen, am Bauche, Halse und Kopfe so feine Wolle, als die Merinos auf dem Rücken haben, und dabei durchaus kein Stichelhaar— wie Jedermann sich durch den Augenschein überzeugen kann.
Die Schottländische Wolle, wovon Strümpfe zu 6 Guineen gefertiget werden; die Persische, die Thibetanische und die von Caschemire, welche bis 22 Zoll Länge hat; alle diese Wollarten wer⸗ den der Spanischen vorgezogen— weil sie noch
weicher und sanfter sind. B


