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Über den Ertrag der Zucker, Caffee und Baumwollen-Pflanzungen in Surinam / vom Herrn Grafen von Podewils auf Gusow
Entstehung
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Beschrei-

bung der

2 UBER DEN ERTRAG

Freunde zu Gefallen Auszüge gemacht, wovon ich die Resultate vorle- gen will, ohne jedoch die Pflanzungen selbst nennen zu dürfen.

Sie liegen alle drei in Suriname. Die erste, worin blos Zucker gebauet

Colonien. Wird, liegt am Flusse Suriname ungeéfähr 10 englische Meilen(2 geogr.

M.) oberhalb Paramaribo, der Hauptstadt der Colonie; die zweite, worin Caffee und seit 1780 Baumwolle gebauet wird, am rechten Ufer des Flusses Cottica in einer Entfernung von 174 engl. Meile(34 g. M.) vom Fort Amsterdam, oder dem Einfluſs des Camavini im Meere, und die Dritte, worin nur Caffee gebauet wird, am linken Ufer des Cot- tica. In gerader Linie ist die Entfernung 122 engl. M.(22 g. M.) von der vorigen, also 30 Meilen(6 g. M.) vom Fort Amsterdam. Wegen der vielen Krümmungen des Flusses Cottica, und da die Reisen nur zu Wasser geschehen, kann man diese Entfernungen vollkommen auf das Doppelte rechnen.

Land und Feldmaaſse sind dort den englischen gleich. Die Meile ist die englische Meile, deren 73 auf einen Grad gehen. Der Acre ist das gewöhnliche Flächenmaas. Er hält, wie der englische, 43560 U◻Fuls, und ist gleich 27549 Rheinl. URuthen, oder 142 Berliner kleine Mor- gen. Die Feldmesser bedienen sich einer Kette, die 66 Fuſs lang 1t, und 660 dergleichen Ketten machen einen Acre. Gerhard irret also in seinem Contorist, wenn er sagt, dals die dortigen Maaſse die

holländischen wären. Das Annehmen der englischen Maaſse scheint

noch von der Zeit der Gründung der Colonie 1650 durch den Lord

Willougby herzurühren. Selbst die Negersprache, die ein verdorbe- nes Englisches seyn soll, scheint der englischen Besitzung ihren Ur-

sprung zu danken. Die Münzsorten dagegen, worin die Rechnungen