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Beobachtungen über die Bewegungen.
Swammerdams Angabe(Bibl. nat. I. 123.), daß eine Heuschrecke, mit Hülfe der Flügel, 200 Mal so weit als sie lang ist, springen könne, ist zu unbestimmt; denn mit Hülfe der Flügel ist es nicht ein Springen, sondern vielmehr ein Fliegen, und dann ist die Entfer— nung oft 2000 Mal so weit und noch weiter. Um in dieser Hinsicht einigermaßen über die Muskelkraft der Springfüße urtheilen zu können, schnitt ich mehreren Heuschrecken sowohl die Flügeldecken, als Flügel ab, und fand auf diese Weise im Durchschnitte von 10 Versu— chen die Sprungweite 1838 Rheinl. Duodezimalzolle, also ungefähr 9 Mal so weit, als ein Thier lang ist. Eine Heuschrecke, deren Flügel feucht waren, und die, wäh-⸗ rend dem sie beobachtet wurde, nicht einen Sprung machte, durchkroch in einer Minute 3 Fuß 9 Zoll Rheinl., also in einer Stunde 225 Rheinl. Duodezimalfuß.
Kurz vor der zweiten Häutung bis zur dritten habe ich die wandernden Züge dieser Heuschrecken mehrere Male beobachtet. Sie ziehen in förmlichen Kolonnen, deren Länge ich von mehreren 100 Schritten gesehen habe, deren Breite aber nur 3 bis 4 Fuß betrug. Hin— sichtlich der Richtung dieser Züge habe ich nichts Be— stimmtes wahrnehmen können. Ich habe an einem und demselben Tage Vormittags Kolonnen von Westen nach Osten, und von Osten nach Westen, von Süden nach Norden, und von Norden nach Süden ziehen sehen. Auch kann ich nicht sagen, daß immer in der Richtung, in welcher sie gezogen, Getreidefelder vorhanden gewe— sen wären, und es ist mir daher wahrscheinlich, daß die


