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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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wichtiger, da, wenn die Eier senkrecht ständen oder ho rizontal lägen, das Auskommen des schwächlichen Thieres wo nicht unmöglich, doch sehr erschwert würde. Uebri gens ist es ausgemacht, daß die Nester, je näher die Zeit kommt, wo das Junge ausschlüpft, um so leichter in den Trennungsschichten gelöset werden können, und daß also auch in dieser Hinsicht die Natur das Auskommen die⸗ ses Insekts sehr erleichtert. Die Masse, durch welche die Eier zusammengehalten und umgeben werden, die folg⸗ lich das Nest bildet, läßt das Thier mit den Eiern zu⸗ gleich von sich, wie ich dieses schon in meiner frühern Abhandlung bemerkt habe, und sie ist in dem ersten Mo⸗ mente weiß, später aber braun, weich, schwammartig, und hat, die spätere Farbe, mit welcher wir die Nester ge⸗ wöhnlich finden, ausgenommen, viel Aehnlichkeit mit dem Marke des jährigen Triebes vom Holunder oder Flieder (Sambucus nigrax). Es läßt sich daher ein solches Nest außerordentlich leicht zusammendrücken. Bisweilen fin⸗ det man nur diese Masse in Form eines Nestes, ohne daß darin auch nur ein Ei wäre. Bisweilen ist nur ein Stückchen des Nestes eierlos und nur aus dieser Masse gebildet, in der Regel aber das ganze Nest mit Eiern gefüllt. Das Nest selbst steht in der Erde nicht senkrecht, sondern in der Regel unter einem Winkel von 45 Gra⸗ den, bisweilen aber auch unter 60 Graden, wie ich die⸗ ses zu mehreren Malen in einer geräumigen Glasglocke, die mit Erde gefüllt, und in welcher ein Heuschrecken⸗ weibchen sein Nest zwischen dem Glase und der Erde ablegte, beobachtet habe. In der Regel liegen die Ne⸗ ster einen Zoll unter der Oberfläche, und zwar in einem kiessandigen, trockenen, mit kleinen Steintrümmern über⸗