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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
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stellt, wo sie allen sonstigen Einflüssen der Witterung aus⸗ gesetzt waren. Sie wurden stündlich beobachtet, und nach⸗ dem die Jungen ausgekommen waren, wurden, so oft als es nöthig schien, frische Pflanzen in die Häuschen gepflanzt, und diese Thiere mit der größten Aufmerksam⸗ keit gewartet und gepflegt. Auf diese Weise ist es gelun⸗ gen und möglich geworden, mehrere Tausend Heuschrek⸗ ken aus Eiern zu ziehen und sie bis spät im Herbst zu erhalten, und also vom Eie an bis zum Eierlegen genau zu beobachten. Außer diesem gaben auch die Heuschrek ken, welche sich auf einigen benachbarten Feldmarken in großen Massen zeigten, Gelegenheit genug, diese Thiere auch in ihrer vollkommenen Freiheit in mancherlei Hin⸗ sicht zu beobachten, und es ist daher in dieser Abhand⸗ lung nichts gesagt, was ich nicht selbst gesehen und beob⸗ achtet hätte V.

) Nicht nur ich, sondern fast alle Mitglieder der hiesigen Lehr⸗ anstalt, und besonders Herr Ferdinand Liebe, Lehrer mei⸗ ner Kinder, haben die Heuschrecken beobachtet, gewartet und gepflegt, so daß dieselben, die Nacht ausgenommen, wohl keine Stunde unbeobachtet gewesen sind. Was da⸗ her den Augen des Einen entging, wurde von dem An⸗ dern wahrgenommen, so, daß es nicht denkbar ist, daß irgend etwas sinnlich Wahrnehmbares entgangen seyn sollte. Wurde eine Erscheinung von meinen Freunden wahrgenommen, so wurde sie sogleich mir mitgetheilt, und ich eilte alsdann zu den Käfigen hin, um das, was gesehen worden war, selbst zu sehn. Auf diese Art ist es mir möglich geworden, bei meinen übrigen Geschäf ten, alle Erscheinungen selbst zu beobachten, deren Wahr⸗ nehmung, ohne jene Gefälligkeit, für welche ich meinen