Druckschrift 
Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : vom Eie an beobachtet und beschrieben / von Franz Körte
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

der ökonomischen Eneyklopädie von Krünitz entnommen worden, wie ich dieses schon in einer Note jener Arbeit bemerkt habe. Die Aufmerksamkeit, welche man der erwähnten Abhandlung, selbst von den höchsten Staats⸗ behörden, hat zukommen lassen, und die binnen 8 Wo⸗ chen zwei Auflagen nothwendig gemacht hat, veranlaßte mich, im vergangenen Jahre dieses Insekt in allen sei⸗ nen Zuständen, vom Eie an bis zur vollkommenen Aus⸗ bildung und bis zum Wiedereierlegen, auf das sorgfäl tigste zu beobachten, und die Gelegenheit zu benutzen, um die Zweckmäßigkeit und Ausführbarkeit der Mittel, welche die Vorzeit angewandt hat, und in jener Abhand lung abgedruckt sind, zu prüfen. Die Resultate meiner Beobachtungen und Prüfungen theile ich hier dem land⸗ wirthschaftlichen Publikum um so mehr mit, je größer die Verheerungen gewesen sind, welche die Heuschrecken in manchen Gegenden Deutschlands angerichtet haben, und je mehr ich es für meine Pflicht halte, die in jener Abhandlung befindlichen Irrthümer und falschen Ansich⸗ ten zu berichtigen und zu verbessern.

Vorzüglich wichtig scheint mir die möglichst genaue Beschreibung der Nester, Eier und des Insektes selbst, sowohl hinsichtlich seines Aeußern als auch hinsichtlich seines Lebens und dessen Erscheinungen in den verschie denen Häutungsperioden zu seyn, da hierüber, so viel mir bekannt, fast gar nichts geschrieben ist und die son derbarsten Meinungen herrschen. So z. B. ist mir im vergangenen Jahre von mehreren Orten der auf den Wie sen im Frühjahre an Grashalmen und Stengeln der Kräu⸗ ter vorkommende, und unter den Namen Kukuks-, Krö⸗ ten oder Teufelsspucke bekannte Schaum mit der An⸗