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zwar um so mehr, da das hier beschriebene Thier, selbst von berühmten Naturforschern, nicht für die Zug⸗ Heuschrecke erkannt wurde, was sie doch aber nach Beschreibung der ältern Zeit ganz gewiß ist. Durch die anliegende Kupfertafel, zu welcher Herr Gerhardt Geismer aus Warschau, der in diesem Jahre Mit— glied unserer Lehranstalt war, die treffliche Zeichnung nach lebenden Exemplaren gemacht hat, wird die Beschreibung zweckmäßig erläutert werden, und keine Zweifel über das Thier, was hier gemeint ist, mehr übrig lassen.
Beschreibung.
Kopf. Der Umriß von vorn angesehen, stumpf, eiförmig, die Längenaxe 44 Linien, die Breitenaxe 23 Linien. Der Hinterkopf bisweilen grasgrün, bald gelbgrünlich, bald bräunlich, nicht selten ganz braun; von den Augen nach dem Rückenschilde zu ein hell— brauner, 4 Linie langer und 3 Linie breiter Strei— fen, mit dunkelbraunen Linien eingefaßt. Das Gesicht verschieden gezeichnet; bisweilen geht sehr markirt in der Mitte bis zur Oberlippe ein grasgrüner, und zu beiden Seiten desselben parallel ein gummigutgelber Streifen herunter; bisweilen ist diese Zeichnung sehr undeutlich, ja oft ist das ganze Gesicht grün, oder ganz braun, und nur die Vertiefungen, in welchen die Fühlhörner stehen, gelb. Die Mitte des Gesichts ist erhaben, und bildet, von vorn angesehen, von der


