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Die Strich-, Zug- oder Wander-Heuschrecke : ihre Beschreibung, Verheerung in jetzigen und früheren Zeiten und die Mittel zu ihrer Vertilgung ; mit einer Kupfertaf. / von Franz Körte
Entstehung
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merfruͤchten einerndten konnte. 1753 kamen ſie uͤberall unzaͤhlich hervor; gegen Pfingſten waren ſie in der Brache neſterweiſe, ſonderlich auf den Sand⸗ boden, zerſtreuet. Gegen Mittag, wenn die Sonne den Thau verzehrt hatte, fingen ſie an fortzuhuͤpfen. Es wurden viele und große Graͤben gemacht, ſon⸗ derlich zu Frankenfelde. Die Staͤdte Wriezen und Freyenwalde, ingleichen die Bruchdoͤrfer, mußten etliche 100 Mann geben, welche auf die Doͤrfer zum Grabenmachen und Einjagen geſchickt wurden, und ſie konnten ſolche annoch vereinigte Schaaren wie eine Heerde Schweine vor ſich her, in den dazu aufgeworfenen Graben hinein treiben und toͤdten, auch machten ſie hie und da kleine Graͤben von etwa 10 Fuß lang und 2 Fuß tief, und begruben nallein zu Frankenfelde etliche Scheffel, ja Winſpel. Weil aber nicht alle Doͤrfer mit Graben und Ein⸗ jagen anhielten, unter der eitlen Hoffnung, ſie wuͤr⸗ den nicht ſehr freſſen, ſo gingen ſie in den Furchen nach dem Roggenfelde, und fraßen kurz vor der Roggen⸗Erndte, vor ihrer letzten Haͤutung, ſo, daß ſie in 3 oder 4 Naͤchten etliche Winſpel abgefreſſen, und nichts als die Stoppeln haben ſtehen laſſen; dem Sand⸗Roggen haben ſie nicht ſo viel Schaden gethan, als dem Miſt⸗Roggen, wie ſie denn im Batzlower Felde die Pfarr⸗Hufen vor andern ſehr beſchaͤdigt, auch 2 Scheffel Weitzen in zwei Naͤch⸗ ten gaͤnzlich abgefreſſen haben. Von der Miſt⸗