Teil eines Werkes 
3 (1824) Die Geschichte des europäischen Staatensystems aus dem Standpuncte der Politik / dargest. von Karl Heinrich Ludwig Pölitz
Entstehung
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498 Geschichte des europäischen Staatensystems ꝛc.

ches ward auch das langsam ausgebildete und unter großen Anstrengungen erhaltene System des politischen Gleichgewichts vernichtet. Ein Mann, mit unge⸗ wöhnlicher Kraft ausgestattet, zertrümmerte in einem Zeitabschnitte von funfzehn Jahren mehr politische Formen im jüngern Europa, als seit der Völker wanderung bis auf seine Zeit zusammengestürzt wa ren; allein sein Fall hat warnend in die Diploma tie des gegenwärtigen Europa die großen Lehren ein⸗ getragen: daß nur Mäßigung großer Kraft zum Ziele führt; daß die gesitteten Völker blos bis zu einem gewissen Puncte den Druck der Uebermacht ertragen; daß eine Universalmonarchie im europäischen Staa⸗ tensysteme auf die Dauer nicht bestehen kann; und daß die zeitgemäße und allmählige Fortbildung des Geistes der Völker und der gesammten Formen des innern und äußern Staatslebens das einzig wirksame Gegenmittel gegen alle Revolutionen, so wie die un erschütterlichste Grundlage des neuversuchten Systems des politischen Gleichgewichts bleibt! Höher aber noch, als diese politische Lehre, steht das ewige Gesetz der sittlichen Welt, daß das äußere Leben jedes Staates und Reiches, so wie dessen Ankündigung in der Mitte und Wechselwirkung mit andern Staaten und Reichen, an die Entwickelung, Fülle und Kraft seines innern Lebens geknüpft ist, und daß kein Volk, und kein Staat im Sturme der Zeiten ganz untergeht, dessen innere Lebenskraft zweckmäßig ge⸗ leitet, erhalten und erhöht wird. Aus diesem großen Gesichtspuncte gefaßt, darf daher die Geschichte des europäischen Staatensystems nie blos das äußere Leben der Staaten und Reiche verzeichnen; sie muß vielmehr mit der nothwendigen Wirkung, den Grund dieser Wirkung, die Gestaltung, Kraft und

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