17² Ges⸗ chichte des eüröpais⸗ chen Staatenshstems ꝛc.
23 60 729 137˙5 ee 8. Grioo ß britannien.
Als die französische Revolution ausbrach, ent⸗ hielt sich Großbritannien der Einmischung in die in— nern Angelegenheiten Frankreichs. Als aber(1. Febr. 1793) der Nationalconvent ihm den Krieg erklärte, trat auch Großbritannien in den Mittelpunct der Coa⸗ litionen gegen Frankreich, und beharrte dabei— mit Ausnahme des einzigen Friedensjahres nach dem Frie⸗ den von Amiens— bis zum Sturze Napoleons und dessen Wegführung nach St. Helena. So viel ihm auch dieser Weltkampf kostete, und so ungeheuer da⸗ durch die brittische Nationalschuld gesteigert ward; so vernichtete es doch während dieses Kampfes, oder er⸗ warb die Flotten und viele Kolonieen Frankreichs und
seiner Verbündeten; es errang den Alleinhandel und
die Herrschaft auf dem Meere, und sprach in den An⸗
gelegenheiten des europäischen Festlandes das Wött
der Entscheidung. Gleichzeitig erweiterte es seine Riesenmacht in Ostindien, seit dem der britkische
Hauprfeind daselbst, Tippo Saib, der Regent von
heringapatnam erobert worden war. 4. Maltha, von den Franzosen weggenommen,
Mysore(1799) bezwungen und dessen Hauptstadt
kam, durch Aushungerung, in die Gewalt der Brit⸗ ten, die es behielten, wenn gleich Anfangs der
Kaiser Paul 1 mit ihnen daruber zersiel, der sich (4800) an die Spitze der bewaffneten Reutralität stellte, welcher Schweden, Dänemark und Preußen sich anschlossen. Nur daß diese Verbindung gegen Großbritannien nach Pauls plötzlichem Tode(Marz 1804) und nach der Seeschlacht vor Kopenhagen(2. Apr. 1801) schnell wieder sich auflösete, und der
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