328 Geschichte des europälschen Staatensystems ꝛc.
ner Verbündeten(18 Oet.) streng geahndet, ohne die
Erbitterung der portugiesischen Großen gegen Beres⸗ ford zu heben, der(4. Apr. 1820) nach Brasilien sich einschiffte, als die in Spanien mit Erfolg durch⸗ geführte Revolution nicht ohne Rückwirkung auf Por⸗ tugal blieb.
So erfolgte zu Oporto(24. Aug. 18²⁰) ein ähnlicher Aufstand des dasel bst stehenden portugiesi⸗ schen Heerestheiles, wie in Spanien, theils zur Ent⸗ fernung der Britten, theils zur Annahme einer neuen Verfassung. Bei dem Vordringen dieser Trup⸗ pen gegen Lissabon erklärte sich die Hauptstadt für die neue Gestaltung des Reiches. Die neue Ver— fassung, deren Grundlage die spanische bilden sollte, ward(15. Sept. 1820) beschworen; die einstweilige Regentschaft rief die Cortes zusammen, welche(27. Jan. 1821) für die Zeit der Abwesenheit des Königs eine Regentschaft von fünf Individuen ernannten.
Dies blieb nicht ohne Rückwirkung auf Bra⸗ silien. Die Provinz Para erklärte sich(1. Jan. 1811) für eine Verfassung; dasselbe geschah auf der Insel Madeir a, dann(10. Febr.) zu Bahia, und (6. März) zu Pernambuco. Da dieselbe Stim— mung sich in Rio Janeiro zeigte; so versprach der König(24. Febr.) Veränderungen in der Regierungs- form, ward aber bald darauf genöthigt, auch für Brasilien die portugiesische Verfassung anzunehmen, welche der Kronprinz Peter in seinem und seines Vaters Namen beschwor. Nach diesem Vorgange schiffte sich der König(26. Apr.) nach Portugal ein, wo er(4. Jul.) in der Versammlung der Cortes den Eid auf die neue(noch nicht vollendete) Verfassung leistete. So hörte die einstweilige Regentschaft auf, und der König bestätigte alle ihm von den Cortes vor⸗
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