Teil eines Werkes 
3 (1824) Die Geschichte des europäischen Staatensystems aus dem Standpuncte der Politik / dargest. von Karl Heinrich Ludwig Pölitz
Entstehung
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466 Geschichte des europäischen Staatensystems ꝛc.

bis(Febr. 1821) der Oberst Augustin Iturbide sie wieder vereinigte, mit dem spanischen Vicekönige Apodaca erfolgreich kämpfte, und mit dessen Nach⸗ folger O' Donojhu(24. Aug. 1821) eine Capitula⸗ tion abschloß. Am 28. Sept. 1824 nahm Iturbide den Titel eines Generalissimus des Kaiserthums Mexiko an, und ernannte eine Regentschaft von fünf Personen. Der souveraine Congreß von Mexiko sprach die Unabhängigkeit von dem Mutterlande aus, proclamirte(18. Mai) doch gegen den Willen der Regentschaft den Iturbide als Kaiser von Mexiko, und dessen Sohn, später, zum kaiserlichen Prinzen, wodurch die Regierung für erblich erklärt ward. Seine Regierung war aber so fehlerhaft, daß der(31. März 1823) neuzusammengetretene Congreß zu Mexiko die vollziehende Gewalt einer Regentschaft von drei Mitgliedern übertrug, worauf(19. Apr.) Iturbide seine Würde niederlegte, und, mit einer zu⸗ gesicherten Pension, nach Italien sich einschiffte. Die neue Staatsform Mexiko's ist noch im Werden. Die aus den spanischen Kolonieen hervorgegange nen fünf Freistaaten: Mexiko(145,000 Q. M. mit gegen 7 Mill. Einw.), Columbia(130,000 Q. M. mit 3 Mill. Einw.), Buenos Ayres(144,000 Q. M. mit 1,200,000 Einw.), Chili(30,000 Q. M. mit 900,000 Einw.), und Peru(31,000 Q. M. mit 1,200,000 Einw.) beabsichtigen, neben ihrer in dividuellen Selbstständigkeit, eine gemeinschaft⸗ liche amerikanische Conföderation*), de⸗ ren Unterhandlung aber noch nicht vollendet ist. In der Provinz Montevideo streben die Einwoh ner nach Unabhängigkeit; allein die Besatzung von

*) Allg. Zeit. 1823. N. 132.

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