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Volkswirthschaft. 19
Aus den seit dieser Zeit practisch befolgten Grund— sätzen ging allmählig die Theor ie derselben hervor. Die Unterlage dieses Systems ist der Grundsatz: Metallgeld allein ist Reichthum. Der Reichthum eines Volkes besteht daher in der möglichst größten Summe von geprägtem und ungeprägten Gold und Silber.
Daraus folgt für die Volks- und Staatswirth— schaft, daß sie die Aufgabe zu lösen hat: so viel Geld als möglich ins Land zu ziehen, das im Lande befind⸗ liche Geld nicht aus demselben zu lassen, und dasselbe in beständigem Umläufe zu erhalten.
Als die wirksamsten Mittel, diesen Zweck zu erreichen, gelten:*
1) die Ausfuhr des Goldes und Silbers aus dem Lande zu verbieten, oder mit hohen Abgaben zu belegen;
2) die Einfuhr fremder Erzeugnisse und Waa⸗ ren, so viel als möglich, durch hohe Zölle zu be⸗ schränken, oder sie ganz zu verbieten, damit nicht
dadurch Ludwig 14 in den Stand, die große poli— tische Rolle zu spielen und die ununterbrochenen Kriege zu führen, so nachtheilig diese auch in anderer Beziehung auf das innere Staatsleben Frankreichs zurückwirkten.— Olivier Cromwell(4 1659) begründete das Handelsübergewicht Englands zu— nächst durch die, aus dem Geiste des Merkantil— systems(16352) hervorgegangene, Navigations- acte, unmittelbar in jener Zeit gegen den Handel und die Blüthe des niederländischen Freistaates ge— richtet, der die vertriebene Dynastie Stuart auf— genommen hatte. ö
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