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Johannis Kunckelii ... Ars Vitraria Experimentalis, Oder vollkommene Glasmacher-Kunst, Lehrende ... aus unbetrüglicher Erfahrung, herfliessendem Commentario, über die ... sieben Bücher P. Anthonii Neri, von Florenz, und ... Anmerckungen Christophori Meretti ... Die Allerkurtz-bündigsten Manieren, das reineste Chrystall-Glas, alle gefärbte oder tingirte Gläser ... zu machen ...
Entstehung
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8 ANTONILINERI Erstes Buch,

über einem gelinden Feuer verrauchen, und wenn es fast abgerochen, brau⸗ chet man ein gantz gelindes Feuer, damit das Saltz nicht verbrenne, welches Saltz man von neuen in den Gläsern oder lutirten Flaschen, mit gemeinen Wasee auflöset, wie oben allbereit ist gelehret worden. Diese Arbeit aber wird so offt wiederholet, biß das Saltz keine feces mehr von sich werffe, denn alsdenn ist es rein und vollkommen, daß man aus Dn loich. Odtnbet und weisen W Tarso, die Frittam und Cr stallen, on solcher Schönheit und weisen Glantz, bereiten kan, daß sie auch die Orientalische Berg⸗Crystallen ubertreffen.

Es ist aber diese Arbeit nicht in metallenen sondern gläsern Geschirren anzustellen, denn das Saltz ziehet zu Zeiten etwas von der Farbe deß Me⸗ talls, an sich, dahero wird es alsdenn allezeit grünlicht.

Dieser Weg,/das Saltz auszuziehen, wiewol er viel mühsamer, als der vorige ist, auch weniger Saltz giebet; so wird dennoch das Crystall davon so fürtrefflich, daß sich dessen, im Gebrauch, kein Fürst schämen darff, und kön⸗ nen daraus allerley Gefäß und Glaß⸗Arbeit,verfertiget werden: Dieses ist meine Erfindung, die ich auch, mit glücklichem Fortgang, zu meiner sonder⸗ baren Ergötzlichkeit, vielmals ausgearbeitet habe.

Das Vierdte Capitel.

Eine Anmerckung von der güldenen Farb deß Crystalls. Dꝰ ist zu mercken, dab die Fritta, aus dem Saltz deß Pülberleins

oder Levantischen Rochetta, mit Zusetzung deß Weinstein⸗Saltzes

bereitet, nicht dienlich sey/ die güldene Farbe anzunehmen, denn aus solcher Fritte dergleichen Goldfarbe nimmermehr kan gebracht werden, wie⸗ wohl es sonst alle andere Farben giebet: Damit du derowegen eine güldene Farbe erlangest, so solt du das Saltz bereiten, aus dem Rochetta⸗Pülverlein allein, welches, wie oben gelehret, sey gereiniget worden, denn wenn solches nicht geschiehet/ so wirst du keine güldene Farbe bekommen.

Das Fünffte Capitel.

Eine Art, das Saltz aus dem Fahren⸗Kraut zu extrahiren, von welchen gleichfals, der Crystall ziemlich schön wird. h habe zu Pisis mit der Fabren⸗Kraut⸗Asche, das Saltz daraus zu⸗ V ziehen, eine Probe gemacht: Dieses Kraut wächset in Toscansen häuf⸗

sig; es muß um das Ende des Monats May/ biß gegen die Helffte deß Junii/ im zunehmenden Mond, wenn er der oppolition, oder dem deicht ö