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Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft / von Immanuel Kant
Entstehung
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sollte, so geschieht es nur, um die Anwendung der Principien der Phoronomie auf die noch folgenden bestimmeeren Begriffe der Materie gewissermaaßen zu anticipiren, damit det Vor- frag weniger abstract und faßlicher sey.

Anmerküng 2.

Wenn ich den Begriff der Materie nicht durch ein Prä- dicat, was ihr selbst als Object zukommt, sondern nur durch das Verhältniß zum Erkenntnißvermögen, in welchem mir die Vorstellung allererst gegeben werden kann, erklären soll, sv ist Materie ein jeder Gegenstand äußerer Sinne, und dieses wäre die blos metaphysische Erklärung derselben. Der Raum aber wäre blos die Form aller äußeren sinnlichen An- schauung,(ob eben dieselbe auch dem äußeren Object, das wir Materie nennen, an sich selbst zukomme, oder nur in der Beschaffenheit unseres Sinnes bleibe, davon ist hier gar nicht die Frage). Die Materie wäre im Gegensaß der Jorm das, was in der äußeren Anschauung ein Gegenstand der Empfindung ist, folglich das Eigentlich- empirische der sinnlichen'und äußeren Anschauung, weil es gar nicht 2 priori gegeben werden kann. In aller Erfahrung muß et? was empfunden werden, und das ist das Reale der sinn- lichen Anschauung, folglich muß auch der Rauin, in wel» c<em wir über die Bewegungen Erfahrung anstellen sollen, empfindbar, d. i. durch das, was empfunden werden kann, bezeichnet seyn, und dieser, als der Inbegriff aller Gegen- sgände der Erfahrung und selbst ein Object derselben, heißt der empirische Raum. Dieser aber, als materiell, ist selbst beweglich. Ein beweglicher Raum aber, wenn seine Bewegung soll wahrgenommen werden können, seßt wiederum einen anderen erweitertern materiellen Raum voraus, in welchem er beweglich ist, vieser eben sowohl einen andern, und sv forthin ins Unendliche.

Also ist alle Bewegung, die ein Gegenstand der Er- fahrung ist, blos relativ 3 der Raum, in dem sie wahrge?

nommen wird, ist ein relativer Raum, der selbst wiederum, und

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