<<er? 1X
der dem empirischen zum Grunde liegt, und der auf Er» Fenntniß der Naturdinge a priori beruht. Nun heiße etwas a priori erfennen, es aus seiner bloßen Möglich« feit erfennen. Die Möglichkeit bestimmter Naturdinge kann aber nicht aus ihren bloßen Begriffen erkannt wer« den 3 denn aus diesen kann zwar die Möglichfeit des Gedanken,(daß er sich selbst nicht widerspreche) abex nicht des Objects, als. Naturdinges erkannt werden, welches. außer dem Gedanken(als exiftirend) gegeben werden kann. Also wird, um die Möglichkeit bestimm« ter Naturdinge, mithin um diese a priori zu erkennen, no<h erfodert, daß die dem Begriffe correspondirende Anschauung a priori gegeben werde, d.i. daß der Be« griff construirt werde, Nun ist die Vernunfterfennenig durch Construction der Begriffe mathemarisch. Alfo mag zwar eine reine Philosophie der Natur überhaupt, d, i. diejenige, die nur das, was den Begriff einer Na» fur im Allgemeinen ausmacht, untersucht. auch ohne Mathematik möglich seyn aber eine reine Naturlehre über bestimmte Naturdinge(Körperlehre und Seelen« lehre) ist nur vermittelst der Mathematik möglich, und, da in jeder Naturkehre- nur so viel eigentliche Wissen» schaft angetroffen wird, als sich darin Erkenntniß a priori befindet, so wird Naturlehre nur so viel eigent
liche Wissenschaft enthalten, als Mathematik in ihr angewandt werden kann,
05 So


