ww 10—
Schwefelsäure gesättigt, schied sich weifses Tel- Juroxyd aus; welches sich aber durch ein Ueber- maas der Säure wieder klar auflösete, und nun daraus durch Kohlensaures Natrum gefällt wurde. Dieses Verfahren ist folglich anwendbar, um so- gleich reines Telluroxyd zu erhalten; nur ist es
mit einigem Verlust des letztern verknüpft.
II. Einige Haupteigenschaften des Tellur- metalls.
1) Die Farbe des reinen Tellurmetalls ist zinnweils, in Bleigrau sich neigend. Es hat sehr starken Metallglanz. Der Bruch ist gradblättrig, mit stark spiegelnden Bruchflächen. Beim ruhi- gen Erkalten erhält es eine krystallinische Ober- fläche. Es ist sehr spröde, und leicht zerreiblich.
2) Es besitzt unter allen bekannten schmelz- baren Metallen das geringste eigenthümliche Ge- wicht; als welches sich gegen reines Wasser nur, wie 6,115 gegen 1,000 verhält.
3) Es gehört zu den leichtflüfsigern, oder denjenigen Metallen, welche noch vor dem Glü- hen in Flufs gerathen. Bei gleichen Wärmegra- den flofs es später als Blei, aber früher als Spies- glanzmetall.
4) Auf der Kohle vor dem Löthrohr entzün-
det es sich mit einer der Verpuffung ähnlichen


