ken aus erstern, wenn fie auch noch so sorgfältig von Wienfeldern entfernt gehalten werden, Der Hafer än- dert sich in Kurzem, aus glatten schweren Hafer in rau- hen leichten um, wenn er von gutem Boden in Sand verseßt wird.
XIII. Kapitel.;
Der pechartige Ueberzug der Jnfantkados und die verschiedenen Farben des Fetts<weißes der Wolle.
Das unleugbare Vorhandenseyn eines pechartigen Ue- berzug8, welcher den sogenannten Infantado-Scaafen be- sonders eigen ist, hat wohl verschiedene Ursachen. In der Hauptsache sind es wahrscheinlich dieselben, welche die Nace selbst hervorbringen. Eine mastige Futterung; eine beson- ders poröse Hautbeschaffenheit der Thiere; der Genuß wes niger feinen Nahrungsmittel sind alles Umstände, die dazu beytragen können. Eine mastige Futterung kann aber nicht die einzige Gelegenheitsursache seyn 3; denn man bemerkt zauch, wenn die Thiere sonst die Geneigtheit dazu haben, bey sehr mittelmäßiger Beleibtheit diesen pechartigen Ueber- zug. Die poröse Hautbeschaffenheit ist mehr Wirkung als Ursache, und deshalb nicht eigentliche konstante Race-Eigen- schaft. Hauptsächlich ist es wohl der häufige Genuß saue- rer, harziger Nahrungsmittel, die viel Bestandtheile ent-
halten, welche der Schaafnatur heterogen sind, die sie sich,
da sie in die Säfte oder in das Vlut übergegangen sind, durch die Hautporen entledigt. Je sauerer, harziger die Nahrungsmittel der Schaafe sind, je mehr heterogene Be- standtheile werden in die Säfte übergehen und um desto klebriger wird der sogenannte Fettsc<hweiß seyn, wovon sich
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