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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
Entstehung
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Es wied zwar manchem sonderbar scheinen, daß ich bey der Besichtigung einer Schaafheerde aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts etwas zu lernen gedächte; ich vermuthe aber, man würde den eigentlichen Charakter der jebigen Elektoralwolle in derselben wieder finden. Es versteht sich, daß er nur in dem Verhältniß vorhanden sein könnte, wie er bey gewöhnlicher Landwolle möglich ist. I< vermuthe es deshalb, weil bey allen Sächsischen Wollen, wenn sie auch in der Veredlung noch nicht sehr weit vorgeschritten sind, eine besondere Weichheit und Milde vorherrschend ist. Ob es in Sachsen noch rein er- haltene Hoerden aus der erwähnten Zeit giebt, bezweifle im. I< habe zwar bey der Leipziger Wollwaage einmal eine grobe Wolle gesehen, weiß aber nicht mit Gewißheit, ob sie aus Sachsen war. Der Besiber schien=- der Sprache na<H=- aus dem Gebirge zu sein. Damals hatte ich aber noch kein Interesse, sein und seiner Wolle Vaterland zu wissen und beachtete deshalb beides wenig.

Zweite Periode.- Veredlung und Züchtung der Schaafe.

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1. Kapitel, Einführung der Epanischen Gd<aafe in Gachsen. Wir beginnen die neue Periode mit dem Zeitpunkte,

wo die ersten Spanischen Schaafe nach Sachsen kamen. Es war das Jahr 1763. In dieser Zeit war die Schaaf: