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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
Entstehung
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f 119; l ja j Saat. Diese durften die Schaafe bey Blachfrösten bewei- übrig ge den, und wenn diese im Spätherbst und Winter häufig 60 eintraten, so hatten die Schaafe keine Noth, gänzlich 4 War die Gab es ober einen frühen und langwierigen Winter, = ban der die Felder mit Schnee bede&te, so waren sie übel daran, e haupt: Der Schäfer mußte sic) mit dem ihm überwiesenen An- / 0 y theil Winterfutter unter allen Umständen einrihten. Kam no den|

noch dazu, daß die Heuerndte nicht reichlich ausgefallen, so war die Noth noch größer. Deraleichen ungewöhnliche E Creignisse änderten das, Schaffütterungsystem Feineswegs, Der Schäfer war bey so bewandten Umständen stillschwei- gend zu einem Ersparungssystem und in der Hauptsache | auf Strohfütterung angewiesen. Die Tolgen dieser Hunz | gerleiderey mögen wohl manchem Jährling, manchem Lam- | me das Leben gekostet haben. Doch dieser Nachtheil und |

u Diet der geringe Wollertrag mögen wohl noch nicht der größte

Grrop| Schaden gewesen sein, sondern vielmehr der Umstand; imnstes| daß während der Winterzeit, besonders bey anhaltendem den in Regen im Spätherbste, wo die Nahrung schon Enapp ge- et oder| worden und die nur noc: wenig vorhandene, der Nässe der gar und des Schmußes wegen, nicht einmal vom Viehe hat roh in| können genossen werden, gar nichts gethan, sondern nicht vertiee| einmal das Liegen auf nassen kalten Erdboden. in den e mn|! Horden eingestellt ist. Die damaligen groben Schaafe ha- mo IL ben zwar eher Ungemach vertragen, wie die Merinos; ofütte-| aber man hört von alten Leuten, daß ganze Heerden an hl zar der Bleichsucht abgegangen sind. +.| Diese Art Schaafzüchtung war damals allgemein "jen| und in allen deutschen Ländern gleich. Noch jebt sieht 0 me man in manchen und besonders bey Bauerschäfereien je ge| Spuren davon.:

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