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Ansichten über Merinoszucht und die Verschiedenheit der Sächsischen Elektoralschaafe von der Infantado-Race sowie deren muthmaßliche Ursachen
Entstehung
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daß= da Hafrüchte und Kleebau noh nicht bekannt waren, die Viehfutterung also Überhaupt nur Färglich sein konnte-=- auch darin manches zu wünschen übrig ge- wesen sein wird. In manchen Gegenden, wo es. gänzlich an Wiesen und Rindviehweide fehlte, hatte zwar die Noth-- die gewöhnlich eine gute Lehrmeisterin ist=- den Weißkohlbau eingeführt. Doch hiervon profitirte haupt- sächlich das Rindvieh; die Schaafe nur in sofern, daß sie die abgefallenen Blätter im Herbste nachlasen und den Mark aus den Strünken fraßen.

I. KSapitel, Haltung und Futterung der GSchaase.

Wo man Wiesen hakte, da waren die Schaafe dieser Periode für den Winter, nebst der gewöhnlichen Stroh. fütterung auf einen gewissen Antheil des Heugewinnstes (Vormath) ängewiesen, so daß sie mit den Pferden in ein festgesebtes Verhältniß theilten. Das Grummet oder Nachmath erhielt das Rindvieh. Wo es wenig oder gar Feine Wiesen gab, da mußte Erbsen- und Wicenstroh in der Hauptsache das Heu erseßen und dessen Stelle vertre- ten. Andere Surrogate für das Wiesenheu kannte man no<g wenig oder gar nicht; am wenigsten nahm man aber in Fällen der Noth seine Zuflucht zur Körnerfütte- xungz; denn eine sol<e Maaßregel hätte man wohl gar für Sünde gehalten; aber wenn manches Stü> Vieh jämmerlich verhungerte, das hielt man nicht dafür!

Bey der vielen reinen Bragche, die man in jenen Zeiten hielt, war eine sehr frühe Winterbestellung mög- lim; man hatte also im Spätherbste sehr starke grüne