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Der Katholikometer : Ein eben so zweckmäßiges, leicht selbst zu verfertigendes als wohlfeiles Instrument für den praktischen Forst- und Landmann, vermöge welchem er alle nur möglichen ihm vorkommenden Aufgaben der praktischen Feldmesskunst lösen kann ; Mit einer Kupfertafel / von Franz Körte
Entstehung
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Gebrauch des so eben beschriebenen Apparates,

A. Lanqgenmaaß.

Der unter IV. beschriebene 6 Fuß lange Maaßstab entspricht allen Wünschen, welche man von einem Maaßstabe hegen kann. Geine Länge von 6 Fuß ist als halbe Ruthe zu gebrauchen, so wie diese dem Forstkmanne erlaubt, das Maaß einer Holzklafter in ihren ver- schiedenen Dimensionen aufzutragen. Die auf demselben befindliche Theilu:ig von Fußen, Zollen und Linien giebt einen Maaßstab für kleine zu messende Objekte, und in sofern man einen Zoll dieses Maaßstabes als Ruthe, und eine Linie desselben als einen Schuh betrach- tet, so besizt man auch in demselben einen zwe>mäßigen verjüngten Maaßstab.- Daß man auf den vier Flächen des Maaßstabes vier verschiedene Maaße auftragen kann, ist von selbst flar. Uebrigens giebt die 12 Fuß lange Nivellirstange, der 2 Fuß lange Perpendikel, so wie überhaupt die nicht getheilten Seiten der Liniale, der Fuß des Statives mit seinen 8 Flächen, der Arm des Statives, und endlich das Diopternlinial des Diametralmessers, hinreichend Plas, um die mannigfaltigsten Maaße auftragen zu können.

B. WiänrelmaaßB.

a) Winfelhaken«

Da nicht selten der Fall eintritt, daß in dem Walde, oder auf dem Felde ein rechter Winkel abgeste>t, oder ein und das andere Objekt unter einem rechten Winkel aufgerichtet, mit einem Worte, ein rechter Winkel konstruirt werden soll, so gewährt zu diesem Behufe der unter IV. beschriebene, mit 2 Gelenken versehene Maaßstab einen vorkrefflichen Winkel: haken. Man lege zu diesem Zweke die Theile des Maaßstabes in ein Dreiseit, dessen eine Seite Fig. R, von dem 1x Fuß langen, die andere von dem 2 Fuß langen, und die dritte Seite von dem 2x Fuß langen Theile des Maaßstabes gebildet wird, und sichere hierauf die Seiten gegen das Verschieben, durch ein PflöFc<en, welches man durc< das in IV. beschrie- bene Loch des Zapfens und des Gabeleinschnittes stet. Nimmt man diese Theile in halben Fußen, so ist die eine Seite des Dreiseites, ab= 3, die andere bc= 4, und die dritte ca= 5 halbe Fußz d. h, gleiche Theile lang. Bedenkt man nun, daß 3?+ 42 Z 506

so hat man den Beweis, daß der, der 5 Theile großen Seite gegenüber stehende Winkel ein

rechter Winkel ist, und daß folglich auch das Dreiseit die Stelle eines Winkelhakens voll: kommen vertreten kann.; b) Vertikalwinkelmessungen.

Zu diesem Behufe stelle man den Arm vermöge seiner Hülse auf den Zapfen vom Fuße B 2