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gelaufen ist, so nimmt man ein anderes derartiges Sieb mit kleinen Loͤchern, und laͤßt das halbe reine Korn nun zum zweytenmale durchlaufen; hier bleiben in demselben eine Menge groͤberer Theile, die nicht durchfallen, und wenn man nun endlich das Sieb mit den kleinsten Lochern nimmt, die nur die Koͤrner durchlassen, so kann jede Rige, fast auch ohne Wind, rein werden. Bey diesem Windigen muͤssen freylich mehr, als ein Mensch arbeiten, der da einschuͤttet und der das Sieb in Bewegung sett, allein man wendet um so lieber, mehrere Menschen auf diese Arbeit, weil durch diese Art zu arbeiten, sich alles Korn vom Kaff, auf die vollkommenste Art reinigt, so daß auch ohne die aͤußerste Nach— laͤssigkeit der Leute, nicht ein Korn im Kaff seyn muß, denn die specifische Schwere aller der verschie⸗ denen Koͤrper, bringt die Scheidung eines jeden derselben, schon von selbst mit sich. Sollte bis⸗ weilen ein sehr scharfer Wind gehen, der auch Koͤr ner in den Kaffhaufen ntreiben wuͤrde, so macht man, mit daselbst vorhandenen Saͤcken oder Bret⸗ tern, in einiger Entfernung vom Korn, eine Vor⸗ mauer, und laͤßt das, was sich daselbst sammlet, noch einmal durch eins der Siebe, oder entfernt die ganze Arbeit, nur etwas weiter von der Thuͤr nach der Mitte zu, oden man vermindert den Zug⸗ wind in der Tenne, dadurch, daß man die anderen


