29 Sommerfelde, so haͤtte der Wirth mit seinen Leuten, vierzehn Loofstellen, in zween Feldern, jaͤhrlich zu bearbeiten. Diese vierzehn Loofstellen dreymal ge⸗ pfluͤgt, macht zwey und vierzig Loofstellen. Ein Mensch arbeitet auf eine Loofstelle, mit dem Pfluge und der Egge, im Durchschnitte, einen ganzen Tag. Es gehoͤrten also sechs Wochen dazu, daß ein Mensch diese Arbeit verrichtete. Setzt man noch hinzu die Ausfuhr der Duͤngung, des Furchen⸗ ziehens zum Winterfelde, des Berollens im Som— merfelde, die Heuerndte, das Zaͤunemachen und die Renovation der Graben: nehme ich noch die Arbeiten, die der Wirth, auf seinem eigenen Acker, eben so zu verrichten hat, die Arbeit des Dreschens, die auch in diese Zeit der fuͤnf und einem halben Monate faͤllt: so denke ich, ist das Verhaͤltniß von eins zu sieben nicht zu klein. Wuͤrde ich aber fuüͤr ein Gesinde jede Reesche vierzehn Loofstellen groß machen, und im Sommer- und Winterfelde zu— sammen acht und zwanzig Loofstellen bearbeiten, so fielen auf einen Menschen vier und achtzig Loof⸗ stellen und also vierzehn Wochen. Das Gesinde enthaͤlt nun zwar drey bis vier Pfluͤge. Wenn ich diese Arbeit aber auf einen einzigen Menschen wer— fe: so gehoͤren vierzehn Wochen dazu, es zu bear— beiten. Ich habe hier die gemaͤßigte Menschenzahl, mit der groͤßten, die mir bekannt ist, mit Fleiß nur
Teil eines Werkes
1 (1804) Erster Theil, welcher den Ackerbau in sich faßt
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