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9 Erklärung des Brabanter Pfluges und der 5 Figuren.
Sig: hb
ſtellt die rechte oder Furchenſeite des Pfluges vor. Das Shear t. und das gewölbte Streich- brett 8. ſind von gegoſſenem Eiſen. Das Schar hat gegen das Streichbrett zu keinen Griff oder Hals, ſondern ſteigt mit ſeiner Wölbung ununterbrochen,
- und ſchließt ſich ſo in die Wölbung des Streichbret-
tes ein, daß beide nur ein Ganzes zu ſeyn ſcheinen, wie Fig. 2. l. g. deutlich darſtellt. Das Streichbrett
bildet mir dem Schare eine unabgeſekßte, nicht wohl zu beſchreibende Schneckenlinie. In dem Winkel von unten bei q. iſt die Ecke gebrochen. Da das Schar von gegoſſenem Eiſen iſt, ſo macht es ſich durch den Gebrauch ſelbſt ſchneidend; nöthigenfalls kann. iman auch an die ſchräge Seite deſſelben einen etliche Zoll breiten Eiſenſtreifen anſchmieden laſſen. In dem Pflugbaumep. ſtecken die Sohle n., das Sreif- bretteiſen m., eine Sterze oder ein Hebel 0, die Schraufen und Bänder i. mit unterlegtem Ei- ſen, der Hammer 1, das Sech oder Kolter h., welches in V. feſtgemacht und die Stelze d., wel- c<he mit der Zunge e. befeſtigt wird. Die Stelze kann in dem Pflugbaume auf- und niedergeſchoben werden, je nachdem der Pflug flach oder tief grei- fen ſoll, richtet man die Zunge in die Zähne. Der Fuß der Stelze hat einen erhabenen Schnabel, da- mit er deſto leichter über den Miſt und die Erde hin- Gleite. Die Stelze iſt der eigentliche Nichter des Pflu- ces und der Punkt, auf welchen der Führer beim Pflügen die Augen richtet. Man hat zwar(Thaer's rat. Landw. 1. 6. 120. S. 36)=-in der Theorie die- ſer Stelze eine kraftverſchwendende Reibung oder ei- nen harten Widerſtand zuſchreiben wollen 3 allein die Erfahrung beſtätigt ganz das Gegentheil, und daß Räder oder ein Vordergeſtell, wie bei dem gewöhn-


