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- zu rechnen, wodurch fügliche Billigkeit zwiſchen großen
und kleinen Haken getroffen werden könne.“
Wahrſcheinlich in Beziehung auf dieſes Anſuchen verordnet derſelbe Fürſt, in dem der Ritterſchaſt des Stiftes Dorpat am 13. Juli 1602 gegebenen Privile: gio, daß die Erhebung einer ihm bewilligten Steuer nach der Zahl der Geſinde zu vertheilen ſei, und zwar ſolle„für ein ganzes Geſinde ein ſolches gerechnet wer? den, welches dem Junker die Woche mit zwei Pferden dient, für ein halbes aber dasjenige, welches mit einem Pferde wöchentlich ſeine Frohn leiſtet.“
Hier nun findet ſich die Leiſtung eines Bauerha; kens zum erſten Mahle vollkommen in dem noch iktk geltenden Sinne ausgedrückt, indem auch gegenwartig ein Wirth, der zwei wöchentliche Arbeiter zu Pferde ſtellt, ein Hackner IE ganzes Geſinde=- derjenige aber, der mit einem Pferde fröhnt, ein Halbhäkner -- halbes Geſinde= heißt. Bekanntlich geſchah während der ſchwediſchen Oberherrſchaft die Erhebung jede" Auflage in unſerer Provinz nach Haken, und eins zig dieſe können alſo unter jenen ganzen und halben Geſinden verſtanden werdem|
War nun die Hakenzahl einmal Grundlage der Beſteuerung geworden, ſo mußte ſie auch gleichmäßig


