7 einzelne Zwingherr, in ſo fern es das Verfahren gegen ſeine Bauern betraf, durch keine höhere Gewalt gezü/ gelt ward. Je nachdem„Billigkeit den Grundherrn leitete, oder die mehrere oder mindere Urbarkeit des Bodens dem Bauer Erweiterung geſtattete, ſcheint alſo der Zufall den Begriff eines Haken; Landes größer oder kleiner geſtaltet zu haben, und ſo kannte man denn zu Anfange des zyten Jahrhunderts in unſerer Provinz: herrmeiſterliche Haken von 177 Tonnen Land, Plet;: tenbergiſche von 96 Tonnen, Erzbiſchöfliche von 66 Tonnen vigiſch, polniſche große Haken zu 120, und teutſche kleine von 30 Tonnen. Schaßzungsfrei waren früher die Beſißungen des Adels geweſen, und es bes durfte keines Maaßſtabes zur Beurtheilung ihrer gegen? ſeitigen Größe3 aber Vorſicht erheiſchte das neue Ver! hältniß, welches mit Auflöſung der Ordensherrſchaft begann, und daher wohl findet ſich in dem Privilegio Sigismundi Auguſti vom 28. November 156x der Ge halt eines livländiſchen Hakens beſtimmt, Dev x3te Punkt dieſer Urkunde enthält: daß der mansus oder uncus,„welcher gewöhnlich Haken genannt wird," nach alt-hergebrachter Gewohnheit zu 66 Stricken oder Baſten, deven jeder 66 Faden lang iſt, berechnet wer? den ſolle. Nehmen wir den Faden, wie es noch itt
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Ueber ehemalige und jetzige Behandlung eines livländischen Hakens und die verschiedenen Hakenrevisionen / von Heinrich v. Hagemeister
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