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Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens / von Johann Friedrich Ludwig Hausmann. Aus d. Lat. übersetzt von Franz Körte
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lich große Gewalt, welche die kleinſten Saamenkör» ner im Verborgenen augsüben 3 ihrer Zartheit unge- achtet können ſie kaum ein Pläßchen in den Stein- fugen finden, und wachſen dennoch dergeſtalt any, daß ſie die größten Steinmaſſen ſprengen, Klippen und Felfen die zarteſten und dünnſten Wurzeln.=- Die durch jene Kräfte abgelösten Theile der Felſen

- werden durch die Fluth des Waſſers, und durch Hülfe

der Winde in höher gelegene Gegenden zerſtreut, und mehr oder weniger verbreitet. An den Felſen und Klippen, welche auf dieſe Weiſe durch Trennung grö»- ßerer Felsmaſſen entſtanden, verlieren oft die ge- trennten Stücke ihre Feſtigkeit und ſtürzen herab, welches Seneka an einem andern Orte*) vortreff- lich beſchreibt.Es iſt nicht ſowohl anzunehmen, ſagt erdaß Felſen durch ihr eigenes Gewicht los- geriſſen werden; als daß, wenn Flüſſe über ſie hin- ſerömen, die beſtändige Feuchtigkeit den Zuſammen- hang des Steines ſchwächt, ihn täglich mehr trennt, und gleichſam die Hauf, welche ihn zuſammenhielt, zernagk. Endlich wird das Geſtein durch dieſe, Jahr- tauſende hindurch beſtändige Ablöſung ſo geſchwächt, daß es nicht mehr vermag die Laſt zuſammenzuhal- ten. Dann ſtürzen Steinmaſſen von ungeheurem Ge-

x) Betrachtungen über die Natur(Natur. quaest.) Lib. VI. Cap. 22.