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das Verſohlen der Schuhe zu denken, da alles auf ſolchen gehen muß.
Den geringen Wohlſtand, den ſich ein oder der anz dere Landwirth-- durch den A&erbau nicht anexe zufällige Umſtände- verſchafft hat, fängt man an in den Städten zu beneiden. Man hat darin meines Erachtens ſehr un- recht; ſollte wohl ein Grundeigenthümer, der ein Cavital- werth von 30. bis 40000 Thlr. beſitt, zu deſſen Um- friebe ſich Tag und Racht ſcheeren mu 4 nicht berechtigt ſeyn, ſich einige ATEN EELS zu verſchaffen, die jeder
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Nandwerksmann in der Stadt a als unentbehrliche Nothdurft nicht verſagen kann? Dieſer iſt im Stande, jedes ſeiner Kinder dahin zu bringen, mit.wenigem Wor- ſchuß ſich. denſelben Wohlſtand zu verſchafſen, den er genießt, wenn es nur arbeiten will; aber bei dem Landwirthe fällt dieſes hinweg, wenn ſeine=-- wenn auch für ihn anſehn- liche=- Habe unter mehrere Kinder vertheilt wird
Die bei uns erſchienene momentane Cpoche des in die Augen fallenden Wohlſtandes des Landmannes, wel- ches die fo leichter Weiſe gemachte Acquiſitionen hervor- gebracht haben, vereint mit den hohen Getreidevpreiſen leßterer Zeit, wird bald verſchwunden ſeyn. Da unſre Gentlemen Farmers feine Zuſchüſſe aus Oſti- und Weſt- indien beizulegen haben, ſo darf ſich auc niemand ver- leiten laſſen, auf hohe Renten bei Anlegung ſeiner Capi-
talien in Grundſtücken zu ſpeculirenz wer aber auf ſichere
Anlegung ſeines Vermdögens, auf die 4292 unabhän- gig von andern ſich den größten Theil aller nothwendigen
Bedürfniſſe ſelbſt erzeugen zu können,=- was MERE bei theuren Zeiten von größter Wichtigkeit,=- bedacht iſt; auch
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