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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
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Dieſes haf ſich nun in etwas geändert: da die Winterung, beſonders nach Kartofſeln nicht recht gera then will, der Preis des Hafers während des

Krieges hoc) war, der nach Hakfrüchten geſäete gutes Gedeihen gehabt hat, ſo iſt ſein Anbau beliebter geworden.

Für den AugenbliX giebt man dem Kammbhafer vor dem weißen den Vorzug, er wird hier Ungariſcher genannt, er iſt eine beſonders ſchbne Frucht im Felde: auf dem Boden aber und in der Krippe gefällt mir der andre beſſer. Sein Stroh iſt inde ſſen DIE die Körner aber weniger zart, und im Scheffel- Ertr ag dem andern nicht überlegen. Auf ſchwerem 0Perd Boden würde ich ihm vor dem andern den Vorzug geben, nach mehrjährigen Beobachtungen habe ich ihn darauf beſſer wie den andern gerathen ſehen.

Bei uns iſt es noch meiſtens angenommen, der Ha- fer bedürfe am wenigſten Dünger und Sorgfalt im An-

bau; dieſes iſt nun eine von jenen dem-vervoll? 15 Ä

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teren AFerbau am WATCH hädlichſten Maximen, we zerſtören man alle Sorge tragen muß, beſonders in ei- nem Lande, wo viel Hafer gebaut und der Haäuptge- genſtand der Cultur iſt, wie dieſes- auf dem Hunds- >, der Eifel und dem Weſterwalde der Fall iſt.

Hälfte

Oie des Ertrags einer ganzen Gegend kann durch fol: <e eingewurzelte JIrrthümer Jahrhunderte lang fehlen, weil man irrig glaubt, der Ertrag ſey höher nicht zu vringen.

Der Hafer weiß ſich für die ihm bewieſene Gering- ſc<aßung zu rächen, und ma vier Scheffel, wo er beſ- ſer behandelt zwanzig vom Morgen giebt,