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Unſre Schnitter ſind meiſt- vom Weſterwalde, welchen
Erndtezeit-am Nheine. ein Schlarafſenleben ie 2409 bei uns die Erndte zuerſt einkritt, ſo haben wir das Vor- futtern. Dieſe Leute, welche nur geringe Lebensmittel gewohnt ſind, faßten gewohnlich gierig über die beſſeren Speiſen her, und bringen ſtatt zu arbeiten, die Zeit meiſt mit Liegen, Schäskern- und-Eſfen zu, ſo daß ſelten die Geduld reichen will, dieſe Wirthſchaft anzuſehen, Hierzu die leßten theuren Jahre, welche durchaus bei der frühe ren Methode zu bleiben nicht erlaubte, da. man die Erndte pr. Morgen nicht für 4 Thaler 46 Groſchen beſchaffen konnte.
I< ließ mir daher Pier äus der Ge gend von Bonn kommen, wodurch dam die Koſten für den M rgen
auf 14 Groſchen ermäßiget wurden. Sie gebrauchen zu ihrer Arbeit die Haufeüfe, ein Werkzeug, welches unter den befannten Werkzeugen zur Förderung der Arbeit allen andern vorgeht."Meine Nachbarn hatten daran zu ta- deln, daß: die Köpfe der Gaärben nicht ſo zleich würden wie beim Abbringen mit der Sichel, folglich etwas am Anſehen verlöhren, da es aber am wenigſten darauf an- kommt, auch die Stoppeln ſehr kurz ſtehen bleiben, ſo blieb ich bei meiner Wahl, wobei ich mich recht gut be- funden habe, und ſehr gewünſcht hätte, dieſe Methode bei uns einführen zu können, aber dieſe Senſe gut zu führen erlernt ſich ſo leicht niht, und ſelbſt gufe Picker müſſen erſt zur Erndte in Uebung ſeyn, bevor es leicht von der Händ geht.
Indeſſen behagte meinen Nachbaren dennoch die alte


