Benehmen, ſchmale Stirne, enge Schultern, weiteres Gerippe, engere Hüftknochen, abgeſchärfteres Kreuz, und dünner langer Schweif, haben ſich bei mir ſo wie die helle gelbe Farbe ſtets in Molkerei fowohl als Futterhaf- tigkeit am beſten bewieſen.
Die Milchergiebigkeit, bei der Stallfutterung in Ge- genden, wo die Natur nicht ſo günſtig wie in den Mar- ſchen, und Alpen wirkt, beruht auf mehr zuſammentref- fenden und gut einſchlagenden Umſtänden, beſonders wenn ſolche nicht durch ungewöhnliche Mittel herbeigeführt, Vieh vollkommen geſund dabei bleiben ſoll, als man gewohnlich glaubt.
Nicht die Race allein, die glückliche Auswahl der Individuen der“ auf Ort und Stelle paſſenden Race, nicht die Quantität des Futters, vorzüglich aber ſeine Gedeihlichkeit durch ſeine Analogie mit dem Tempera- mente und der Conſtitution des daſſelbe verzehrenden Viehes, dann ſeine auf die Abſonderung der Milch wir- kende Beſtandtheile, ſelbſt das Waſſer, womit ſie ge- tränkt werden, dann ein Jahrgang vor dem andern, machen bei demſelben Viehſtapel, bei gleicher Behand lung, einen ſchr bedeutenden Unterſchied. Iſt der Som- mer zu troXen und das Futter wird bald zu hartſteng- licht, ſo friſt das Vieh nur zur Notydurft, iſt er viel regnicht, ſo tritt derſelbe Fall auf entgegengeſelzter Seite einz; iſt ein kalter Winter zu erwarten, ſo nimmt im
Herbſte ſchon“ die Milchergiebigkeit ab, und das Vieh ſet Fleiſch auf, um ſich gegen die Kälte des Winters zu ſchüßen, dagegen hilft nun kein Streben.
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