als ſtaatswirthſchaftlich betrachtet, denn in dieſem Falle kann die Erzeugung eines oder mehrerer Producte dem Staatsverkehr ſehr nüßlich, dem Producenten aber wenig einträglich ſeyn, weshalb dfriers beide Anſichten getrennt dargeſtellt werden müſſen, um die landwirthſchaftlichen Vortheile nicht mit den ſiaatswirthſchaftlichen zu ver- wechſeln.
Eine Induſtrie, die den Landmann zum Heßhunde, zum ununterbrochenen Galeerenſclaven macht, nein, ich geſtehe es, für ſolche bin ic) nicht. Aus dieſer Urſache bin ich dem Weinbaue gramm, weil er eine mühevolle Arbeit erfordert, welche den Körper im beſten Alter ſchon ver- dirbt, und dabei nicht lohnt. Jc>< ſehe gerne arbeiten, liebe anſtrengende Arbeit, aber ſie muß nicht niederdrük- ken, nicht verderben.
Die vervielfältigten, oft ſich drängenden Arbeiten des ſo hoch geprieſenen Ackerbaues der Niederländer, die meiſt dahin gerichtet ſind, dieſem indüſtribſen Volke Stoff für ſeine Betriebſamkeit zu geben, wird gewiß nur theil- weiſe, und nie im Ganzen bei uns mit Vortheil nachge- ahmt werden dürfen.
Es iſt bei keinem Geſchäfte am wenigſten bei dem N>erbaue, rathſam das äußerſte zu ſuchen, ſelbſt ein Boden der etwas an fich hält, iſt nachhaltend dem Land- wirthe nüßlicher, als einer welcher alles gleich hergiebt und ganz auszuſaugen iſt, wobei es denn, wie es bei uns auch gewohnlich der Fall iſt, kommt, daß die Bauern bei ihren getrennken Grundſtücken ſo oft ihre Wirthſchaft von vorn anfangen müſſen, indem ſie auf einem neu ge- düngten Acker ſo lange herumpauken, bis er'wiederum in


