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Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
Entstehung
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Wald und Reben bedeckten zur Vorzeit die ganze Gegend ausſchließlich, und noch vor 30 Jahren waren ſelbſt die wenigen Ebenen am Rheine und der Moſel mit Wein bepflanzt, welche erſt in neueſten Zeiten des nun verbeſſerten Ertrags des Acerlandes wegen ausgerottet wurden, deshalb auch der größte Theil der Dörfer ſo ſchlecht, ſo enge erbaut iſt, daß einem grauet darin zu wohnen.

Obſchon keine Gegend einen ſolc<en Ueberfluß an guten Baumaterialien aller Art hat, ſo wurde bis jeßt nirgends ſo wenig gebaut, als am Rheine und der Mo- ſel. Vergleicht man die Wohngebäude unſerer Landleute mit jenen der Niederländer, ſo ſollte man verſucht ſeyn zu glauben, wir erhielten unſere Materialien von ihnen, und ſie nicht von uns, wie es doch der Fall iſt.

Eine unweiſe und unzwe>kmaäßige Sparſamkeit von Seiten der vorigen Regierungen, war die Haupturſach warum auf dem Lande nur bei höchſter Noth und als- dann nur höchſt dürftig gebauf worden iſt. Statt daß man dem Bauluſtigen hätte geſtatten ſollen, alles nd- thige Holz unentgeldlich, nach ſeiner eigenen Wahl und den Erforderniſſen auszunehmen, hätte es auch eine oder andere Inconvenienz nach ſich ziehen mbgen, konnte der Landmann hovchſt ſelten gegen Zahlung, und nachdem er ſolches noc<hmals den Förſtern oder Waldſchüßen abkau- fen mußte, das ſchlechteſte, welches abzubringen war, erhalten,

Wer damit bekannt iſt, wie nothwendig, und zu beſſerem Betriebe des landwirthſchaftlichen Gewerbes un- entbehrlich, raumig und gut eingerichtete Wirthſchafts-

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