Druckschrift 
Der Kemperhof : Mit Hinsicht auf den Betrieb der Landwirthschaft in der Gegend von Coblenz / Von Joseph Anton Hergen
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen

"4 zu

uft, it zur

Gewalt

viſernen wach:

janzeit

WBorherrae. Berin6.er.

Wie die Sage geht, gelangte der Kemperhoff durch Tauſch von ſeinen früheren Beſißerinnen, den Kloſter- frauen in Kamp, einem am Rheine zwei Stunden vor Coblenz gelegenen Dorfe, an die auf dem Beatus- Berge bei Coblenz dazumal wohnenden Carthäufer.

[9,9]

ID habe mir Mühe gegeben, von denen noch le- benden Ordensmitkgliedern einiges über ſeine früheren Ver- ß das Kloſter in den Jahren 41757 die alten Gebäude ausgebeſſerk, ein neues Kelterhaus mit

hältniſſe und Schi&ſale zu erfahren, aber nur ſv vicl aus8gemittelt, da

Kornböden erbaut, und Anſtalten zur Anlegung eines Hopfengartens gemacht habe.

Aus dem noch ſtehenden Theile des älteren Wohn-

gebäudes geht hervor, daß es anfänglich zu keiner aus- gedehnten AFXerwirthſchaft mag gedient haben, wahrſchein-

1 iſt die Beſißung, welche ehedem eine Almende, wie ſie noch" jetzt oft genannt wird, geweſen,. durch die in der Vorzeit zu Moſelweiß wohnhaft geweſenen Ritter, dem Nonnenkloſter geſchenkt, und von dieſem an die Carthäuſer durd) Tauſch gekommen.

«

dieſes Kloſters, obſchon von dem Welt- leben entfernt, unterließen dennoch nicht, ſich dem fo nothwendigen Geſchäfte des AXerbaues zu widmen. Ihren Urbarmachungen wüſter Ländereien, ihren Anlagen bedeu- tender Weinberge, welche durch ihre Koſtbarkeit nicht leiht das Unternehmen von Privatperſonen hätten ſeyn

Die Mönche