Druckschrift 
Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen

waveres X S>=

Da aber, wie im vorherigen geſagt worden, ein Terrain ſelten ſo beſchaffen iſt, daß die Tiefe eines Grabens überall gleich werden fönnte, ſondern ſelbige, nach den Erhöhungen oder Vertiefungen des Erdbodens abwechſelt, auch die Gräben nach Berhältniß dermehrern oder geringern Tiefe, oben eine geringere oder eine mehrere Breite erfordern, ſo iſi zuförderſt zu erinnern, daß man die Arbeit deſto genauer ausführen wird, je weniger weit man die Stationen oder die Punkte zur Beſiimmung der Tiefen der Gräben, beſonders in einem ſehr un- gleichen Terrain, aus einander annimmt und nivellirt, und daß auch die Berech- nung der auszuvebenden(Erde alsdann deſto genauer ausfallen wird.

Angenommen alſo, man hätte eine Grabenlinie von 5 zu 5 Ruthen nivel- lirt, und nach Verhältniß der verſchiedenen Tiefe auch verſchiedene Profile erhal-

ten, wovon Fig. 59. und 60, zwey aufeinander folgende vorſtellen, ſo muß ver Sigr9.

Inhalt der auszuhebendenErde ſtückweiſe, d. i. je zwiſchen zwey Profilen, in der Art berechnet werden, daß, wenn der Inhalt des Profils Fig. 59. und'des Profils Fig. 60. nach der vorherigen Anweiſung gefunden worden, man dieſe

> Inhalte addirt, und die Summe halbirt, welches ein mittleres Profil giebt, das

durch die zwiſchen beyden Profilen vorhandene Länge multiplicirt wird, um den Inhalt nach Kubikfußen zu bekommen. 3. B. das Profil a.

die Oberbreite: 5 S- 2 28 Fuß die Unterbreite P- B--[9] 36 halbirt I8 die Tiefe IO Inhalt dieſes Profils 5: p 180 QFuß. das Profil b. Oberbreite 3 7:; 7 24 Fuß. Unterbreite:);: 8 32 halbirt T6 die Tiefe 8 Inhalt dieſes Profils, 3= 128 OFuß.

bb RELLAE EE 2<emeememrn ZEE