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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
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AO REIEI

etwas Beſtimmtes angegeben werden. Es laſſen ſich dieſe P Preiſe auch am beſten durc< WBerſuche ausmitteln, wenn man zuerſt ein Stüc> Grabenarbeit allenfalls etwas genau verdingt, auf die vorfommenden Schwierigkeiten und den Fleiß der Arbeiter Acht giebt, und ſodann verhältnißmaßig etwas zulegt; denn ſo billig es iſt, daß derjenige, welcher dergleichen Arbeiten ausführen läßt, vabey nicht zu ſehr übervortheilt werden muß, eben ſo biliig aber, und noch wohl billiger wird es ſeyn, den Arbeitern(dieſen unſern armen Mitmenſchen) bey den ſauren und beſchwer- lichen Anfertigungen'der Gräben, wobey ſie in Moraſt und Waſſer ſiehen, und alſo nicht ſelten ihre Geſundheit dabey aufopfern, auch einen billigen Lohn und Verdienſt zu gönnen,

Ich ſeße daher auch für ungeübte Gräber eine Regel her, nach welcher fie ſich die verdungene Ärbeit im ſumpfigen oder im moraſtigen Boden ſehr erleich- tern können; ſie müſſen nämlich in ſolhem Grunde ſo lange als möglich auf ei- ner Stelle ſtille ſtehen, und den Moraſt um ſich her ausgraben, alsdann aber erſt auf eine andere Stelle treten; fängt.ein Gräber gegentheils an, bey jedem Spadenſtich auf einen andern Fleck zu treten, ſo wird ver Grund dadurch der- geſtalt erweicht, daß die mte Tiefe nur mit vieler Mühe herauszubringen, oder auch wohl gar nicht zu beſchaFen iſt.

Bey breiten Gräben, von x2= 46 Fuß iſt es guk, zuvbörderſt auf der Mixetellinie einen Vorgraben zur Ableitung des Grundwaſſers anzufertigen, iſt aber hiezu nicht Gelegenheit oder Gefälle genug, ſo müſſen in der Breite ves

auszuhebenden Grabensdiſtanzenweiſe, nachdem man vicl oder weniger Arbeiter

anſicllt, Staudämme ſichen bleiben, um das Grundwaſſer auszuſchöpfen 3 dieſes geſchiehet leichter, wenn man die Wurfſchippen an einem Gerüſte anhängt, wie die 57ſte Figur zeigt, als wenn die Schippen bloß mit der Hand geführt wer- ven, denn bey der erſtern Art des Verfahrens hat der Arbeiter die Laſt des Waſſers. nicht zu heben, ſondern bloß die Schippen hin und her zu bewegen, Um auch mehr Waſſer damic zu faſſen, können die Wurfſchippen an den Sei- ken mit: Blech befleidet werden. Mächſtdem ſind die Staudämme ſorgfältig her- aus zu ſchaffen, wozu man fich einer Art von Handbagger, in Art eines auf: wärts gebogenen Spadens, bedienen kann. E

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