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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
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E18; 265

Anumerk. Das Auftragen hat hier den nämlichen Gang wie das- Nivellewent ſelbſt. Es kaun 7pl:

hies aber abgekürzt werden, wenn man nämlich gleich die Normal- Horizontallinie aus dem Au- fangspunkt a zieht/ alsdann bey jeder Station, das Fallen nach der Tabelle berechnet, und ſsl- ches nur auf ven Stationspunkten, von erſigedachter Normallinie an, aus den mit.* bemerkten Punkten hernaterwärts abſticht. 2. B. nach der Tabelle iſt der Punkt 1, 2 Fuß 6 Zoll niedriger als der Punkt 3, der Punkt 2, 4 Fuß 6 Zoll niedrigen als a; der Punkt. 3, 6 Fuß niedriger als 25 und endlich der Pankt.b, 8 Fuß 3 Zoll niedriger als az ſticht man dieſe Maaße auf den Sta- tivnspunkten von der von a ausgehenden Horizoatällinie herunterwärts ab, ſs iſt das Nivellement ebenfalls auf eine kürzere und richtigere Art aufgetragen.

GS. 20. Zunmehr wollen wir den Jall annehmen, ws9 ein unöleiches, oder ein bald ſteigendes, bald fallendes Terrain nivellirt werden ſoll. Die 26ſie Figur ſoll dieſes Terrain vorſtellen. Zuvörderſt werden nach 5. 13, die höchſien und niedrigſten- Stellen durch einzuſchlagende Pfähle bemerkt, hier- auf dieſe Diſtanzen numerirt, mit. der Meßkette gemeſſen, und in die unten

folgende Tabelle eingetragen. Alsdann wird die Waſſerwaage zwiſchen 0 und 1 geſtellt, nach 0 viſirt,

und das am Signal bemerkte Maaß in die Rubrik A eingetragen, hierauf wird;

nach 1 viſirt, und. das daſelbſt am Signal ſich ergebende Maaß in die Rubrik B eingetragen. Da nun hier das Maaß nach B zu größer iſt, als das nach A hin, ſo iſt dies eine Anzeige,(die auch gewöhnlich der Augenſchein ſchon giebt) daß das Terrain nach B hin fällt, mithin wird der; durch die Subtraftion der beyden Maaße erhaltene Reſt, in die mit Fallen bezeichnete. RNubrif einge: tragen.

Nachdem die oft erwähnte Operation mit der Waſſerwaage auch zwiſchen Ir und 2 geſchehen, und es ſich zeigt, daß das Maaß nach A zu gröſſer iſt, ſo giebt dies zu erfennen, daß das Terrain nach B hin nicht fällt, ſondern ſteigt, und der Subtraftionsreſt wird alfo hier in die mit Steigen bemerkte Rubrif eingetragen.

Bey Bergleichung der Zahlen, welche in die das Terrain vorſtellende 26ſte Figur bemerkt, und derjenigen welche in die nachſtehende Tabelle eingetragen ſind, wird es hoffentlich feiner weitern Beſchreibung von der Fortſchung dieſes Nivellements bedürfen, und es iſt daher nur noch zu bemerken, daß wenn das Steigen und das Fallen jedes für fich ſummirt und die kleinere Summe von der größern abgezogen wird, der Reſt der größern Sumine anzeigt, ob, und um

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