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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
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der andere Fuß des Zirkels zugleich auf eben dieſer Parallellinie in einem Punkt der ſchrägen Linien zutrifft. Z. B. Man hätte die Oeffnung des Zirfels, welche hier punftirt iſt, auf einem Riß gefaßt, oder von ſelbigem abgenommen, und wollte deren Länge nach dem Maaßſtabe wiſſen, ſo würde dieſe Oeffnung des Zir- kels in die Punkte f und g paſſen, und anzeigen, daß die Linie 12 Fuß und

5 Zoll lang ſey. Anmerk. Bey einiger Pebung wird man bald mit dem Gebrauch des Maaßſtabes bekannt werden. Fig.20. Von dem Längen- Maaßſtabe Fig. 20- gilt eben das, was vorhin angeführt wordenz nur iſt zu bemerken, daß die untere Eintheilung hier Ruthen, und die Theilung auf den ſchrägen(over Diagonallinien) die Fuße anzeigt. Anmeyxk. Die Ruthen werden mit*, und die Fuße mit /, die Zolle aber mit /' bemerkt, fo daß

hb. B. 32 2! 8! 3 Ruthen 2 Fuß 8 Zoll heißt. Dieſe Zeichen ſind alſo in dieſer Schrift, und in. den dazu gehärigen. Kupfern, als äbefürzungen gebraucht worden.

6. 18. Dergleichen willführliche, und in Abſicht der Bezeichnung der natürlichen Größen der Ruthen, Fuße und Zolle, ſo verſchiedenen Maaßſtäbe verurſachen, daß die Figuren auf einem Nivellementsriß, gegen ihre natürliche Geſtalt, ganz verzerrt und entſtellt erſcheinen; z. B. anſtatt taß das Profil eines Dammes in Fig.21. Fig. 2x- nach einerley Maaßſtabe aufgetragen, dem natürlichen Durchſchnitt ganz ähnlich und proportionirt ſich darſtellt, ſo wird eben dieſes Profil, wenn zur Bezeichnung. der Breiten((oder der horizontalen Maaße) der Längen- Maaßſiab Gig. 20.- zu den Höhen aber der ganz verſchiedene und weit größere Höhen- Maaß- Fig 22. ſtab Fig. I9. gebraucht worden, die ſonderbare Geſtalt Fig. 22. machen. Eben ſo würde das Profil eines Grabens, nach einerley Maaßſtab aufge- Fig.23. kragen, wie Jig. 23., dieſes nämliche Profil aber nach einem befondern, und im 8ig.24- Verhä'tniß der Höhen zu den Breiten, verſchiedenen Maaßſtabe, wie Fig. 24- erſcheinen, Indeſſen hindert dieſes unproportionirte Anſehen- oder dieſe Darſtellung der Figuren nach zwey verſchiedenen Maaßſtäben in nichts, wie ſich aus dem Fol- genden vald mit mehrerem ergeben wird. 6. 19. Um nun dat in der r8ten Figur vorgeſtellte, und-in S. 14. zum Nivelliren angenommene Tergin, in einen Nivellimentsriß zu bringen, wird vorher, ver-

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