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pflanzten ſich auch nach Allemanien und Baiern. Ju nod größerer Anzahl ſtiegen Kirchen, Klöſter aus den finſtern Wäldern empor. Bildung des Volks und Kultur des Lan- des waren die Loſungsworte, die Karl eben ſo laut td- nen ließ, als ſchnell in's Werk ſezte.
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Die Kultur des Landes bekam durch ihn auch dadurch einen großen Vorſchub, daß er für ſeine Höfe, die da- mals auch grdößtentheils die Einkünfte der Krone vor- ſtellten, eigene Kapitularien in dem Jahre Loo. feſt- ſezte. Sie, entwarfen nicht nur ein vollſtändiges Bild der Landwirthſchaft damaliger Zeit, ſondern auch Vor- ſchriften zur allgemeinen Verbeſſerung. Man ſieht auch daraus, daß Karl bemüht war, die nothwendigen Hand- werke, als Schmiede, Wagner*), dann Gewerbe, als Wirthe u. dgl. auf ſeinen Höfen zu errichten, welches ſchon die Anlage zu Dörfern gab. Für die Gärten befahl er, daß ausländiſche Gewächſe und Bäume angeſchaft wur- ven.**) So durchging er alle Zweige eines ordentlichen Landguts und traf hierüber weiſe Beſtimmungen, ſelbſt für Gebäude, Maaß und Gewicht u. ſ. w.
Dieſe Vorſchriften ſind von den Prieſtern, Mönchen, Hofbeſizern nachgeahmt worden, und beförderten allge- mein die deutſche Landwirthſchaft.
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No< kömmt kein anderer Unterſchied unter den Be-
wohnern vor, als der der freyen Leute und Sklaven oder
*) Cit. Balucius pag. 2405 241. Ueber die Güter und Höfe Kaiſer Karl's des Großen, Geſchichte der deutſchen Land- wirthſc<haft von Auton, Thl. 1. S. 177.
**) Ueber die verſchiedenen Früchte, Gewächſe und Obſtbäume zur Zeit Karl's des Großen. a. a. O. Thl, 1. S. 235.


