N| hen Zuſtand der Nationen deutlich ausſprechend. Man ſieht We zugleim, daß bey dieſen Geſeken ein xdmiſcher Prieſter"| die Feder führte. Sie fangen damit an, daß jeder Freye NM das Recht habe, und weder vom Kdnige, noch Herzoge,| 5 no< Andern gehindert werden könne, für das Heil der| vm Seele ſeine Güter der Kirche zu ſchenken.*) QYile“bri«-| E60 gen erſten Artikel handeln von dem Vortheile und der Si- m <herheit der Kirche, Biſchöfe und Prieſter.=- Dieſe Ge- un ſee ſind gleichſam der Zeit vorgerü>t: denn die<riſte wn
lime Religion glich noch kaum dem grauenden Morgen. Dieſe Geſetze zeigen auch, daß Deutſchland, wie das frän- kiſche Reich, in Gauen eingetheilt war. Dieſen Gauen ſtand ein Richter=- Gaugraf vor. Die Gerichte wurden öffentlich gehalten. Jn der Nation= in Baiern gab es nur die herzogliche Familie, die Agilofinger, dann noch fünf Familien Huoſi, Drozza, Fagana, Hahiligga, Annionna, die ausgezeichnet wurden. Uebrigens beſtand das Volk aus freyen Gutbeſigzern( Liberis), und Skla- hi ven(Servis), eigentlich Leibeigenen. Der Freye beſaß eit ſein Gut als Eigenthum, Der vierzehnte Artikel bezeichnet,
was die Kirche von ihren Kolonen oder Leibeigenen( Co-| 7 Jonis vel Servis) fordern Fann. Meiſtens mußten ſie den|:
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*) C. 1. Ut siquis liber Bajuvarius vel quiscunque alodem Suyam ad Ecclesiam vel quamcungqne rem donare vo- Juerit, liberam habeat potestatem. Siquis liber per- Sonna voluerit et dederit res Suas ad Ecclegiam pro re| demptione animae Suyae, licentiam habeat de portione sua;|| Postquam cum filiis 9uis partivit. Naullus eum prohibeat,|; non rex, non dux nec ulla personna-habeat potestatem' Prohibendi ei. Et quidquid donaverit, villas, terramy' Mancipia, vel aliquam pecuniam, omnia quaecungque do-
Naverit, pro redemptione animae Suae&c.


