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Gekrönte Preisschrift über Güter-Arrondirung mit der Geschichte der Kultur und Landwirthschaft von Deutschland und einer statistischen Uebersicht der Landwirthschaft von jedem Kreise des Königreichs Baiern : dann zwey illuminirte Flurkarten / von ... [Joseph] von Hazzi ...
Entstehung
Seite
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Es äußert ſich keine Spur, daß die Deutſchen um die Zeit, als ſie in der Geſchichte bekannt werden, ſchon Ge- ſetze hatten. Einige Schriftſteller behaupten zwar, dieſe Geſetze wären mit den Liedern der Barden verloren gegangen. Trrig iſt es- Die Barden ſangen nur von Kriegesſitten, vom Lobe der Helden, vom Muthe, von dem Haupt- Charakterzuge der Deutſchen=- von dem Hocgefühle für Freyheit.*)

S2 1202

Eben ſo irrig iſt, wie mehrere Schriftſteller vorgeben, daß die Rdmer ihre Geſetze in Deutſchand eingeführt haben. Man will dieß daraus ſchließen, weil der römiſche Feld- herr Varus eben durc) die Einführung der römiſchen Geſetze und Anwendung von römiſchen Advokaten den größten Haß der Deut: ſchen ſic) zugezogen hat.

G412E-

Es lag gar nic<t in dem Sinne der Römer, andern Völkern ihre Geſetze zu geben. Vom Ruhm und Hab- ſucht beſeelt= plünderten ſie nur die eroberten Länder, nahmen ihnen die Jugend und machten ſich die Völker für immer tributbar. Sie betrachteten alle andere Nationen als Barbaren, behandelten und ließen ſie als ſolche.

Sehr ſchön drückt ſich hierüber Mirabeau aus:CY'est le partage des terres fait et consenti par les hommes rapprochds entr* eux, qui peut ttre regarde comme''ori= gine de la vraie propridtE, et ce partage Suppose comme on voit'une Societe naissante, une convention premitre, une loi reelle, Aussi les anciens'ont. ils adore Ceres comme la premicre legislatrice du genre- humain. HS- prit de Mirabeau. T, 1, pag, 256, j

X) Tacit ns, 4