auf das Keimen. E)
die brennende Kohle merklich das Volumen des Sauer- stollgases, welches sie in kohlensaures Gas umwan- deln. Lässt man nun zum Beyspiel Saamen in hundert Kubikzoll gemeiner Luft, welche ein und zwanzig Rubikzoll Sauerstoffgas, und neun und sieben» zig Kubikzoll Stickstolfgas enthalten, keimen, so fin- det man, dass wenn das Keimen vierzehn. Rubikzoll kohlensaures Gas hervorgebracht hat, nur sieben KAu- bikzoil freies Sauerstoffgas in ihrer Atmosphäre übrig- bleiben; oder, wenn sieben Kubikzoll Kohlensäure hervorgebraeht worden sind, im Rezipienten vierzehn Kubikzoll Sauerstoffgas zurückbleiben. Das Volumen des verzehrten Sauerstoffgases ist daher der Menge des in der nemliehen Zeit sich erzeugenden kohlen- sauren Gases gleich. Dieses Resultat, das bis jetzt keine Ausnahme leidet, ist eine Beobachtung, die uns über die Anwendung des Sauerstofigases beym Keimen Aufklärung über die Verhältnisse der constituirenden Bestandtheile
geben muss, man nehme eine Meinung
des kohlensaufen Gases au, welche man wolle,
Um die angegebenen Wirkungen zu beobachten, inüssen die Saamenkörner in unmittelbarer Berührung mit dem Sauerstolfgase stehen; wenn sie desselben
Fern
g) Lavoisıer fand bey seinem Versuche mit der Verbren- nung der Kohle im Sauerstoffgas, dass dieses eine kleine Verringerung von olıngefähr Is seines Volumens erlite, Diese Abweichung entspringt daher, dass man die Kohle nicht gänzlich vom WVasserstoffe befreyen kann, Sie war auch um so geringer, je reiner oder trockner die Kohle war, die man anwandte,(Memeires de Ü' Academie des
Sgienges, annge 2781.)


