Druckschrift 
Bemerkungen über den Einfluß der Luft und einiger gasartigen Stoffe auf die Keimung verschiedner Saamenkörner / mitgetheilt von den Bürgern Franz Huber und von Johann Senebier
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen

1 Folitu Wurden, ' jehn elfen, e lee fe 25, Kör: 0.105 er in

för:

55

es iſt, ſie oft zu wiederholen und auf alle Arten zu verändern. So wahrſcheinlich es auch iſt, daß bei der Zubereitung des Wer- ſuchs Luft unter den Recipienten gedrungen iſt, und daß das dabei gebrauchte Waſſer, entweder durch ſeine Quantitat oder durch ſeine natürliche Beſchaffenheit no: mehr zuführte, ſo hat man ſich doch ſehr vor dergleichen Nachläſſigkeiten zu hüten, ſelbſt wenn man mit der ängſtlichſten Auſmerkſamkeit und Ge- nauigkeit zu Werke zu gehen glaubt.

Wenn man dieſe Bouteillen unker dem Waſſer öffnete, ſo bemerkte man einen leeren Raum, der durc< das eindringende Waſſer entſtanden war. Das fkohlenſaure Gas, das ſih aus der Lebensluft der atmoſphäriſchen kuft gebildet hatte, hatte ſich in dem in der Phiole enthaltenen Waſſer aufgeldst, und fehlte in der eingeſchloſſenen Luft. Alle dieſe Phiolen hatten einen fauligten Geruch ange- nommen, obgleich die Saamenkörner nur durch einen Faden mit dem Waſer in Verbindung ſtanden, um ihnen die zur Keimung nöchigen Feuchtigfeiten zuzuſühren, ohne ſie doch ſo zu

be-