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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
Seite
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G ZEI 57

Denn es iſt ein irriger Wahn, die Schorn- ſeinröhren wegen beſſerer Abführung des Rauchs zu ziehen oder zu ſchleppen, viel- mehr müſſen ſie mit in dieſer Rückſicht, und wegen ihres feſtern Standes gerade aufgeführt werden.

Geht dies nicht überall an, ſo müſſen, um die Schornſteine, wie es jederzeit ſeyn ſollte, aus der Mitte des Dachs hinauszu- führen, die Röhren nicht auf Holz oder Unterlagen von Bohlen dahin gezogen, ſondern zuſammengewölbt werden.

Zur Verhütung des Einrauchens gehört, daſs jede Schornſfteinröhre für ſich aus dem Dache hinausgeführt und nicht in eine andere hinein- gezogen werde; auch trägt eine grofse Weite der Schornfteinröhren nichts dazu bey, den Rauch beſſer abzuführen, vielmehr iſt die mög- lichte Verengung der Schornſleinröhren die- ſer Abſicht zuträglich. Die Weite muſs indeſ- (ENT COCH VON| der FATERSCKHRL Wals(die ROH- ren von den Schornſfleinfegern erſtiegen wer- den können.

Die Schornſteinröhren ſind ferner ſo zu füh- ren, daſs ſie unmittelbar kein Holz in den Bal- kenlagen oder im Dache berühren, ſondern es muls die äuſfsere Seite der Schornſteinröhren noch ſechs Zoll von allem Holzwerk entfernt bleiben.

Die Rauchfänge über Feuerheerden und an- deren Feuerungen müſſen nicht zu flach feyn, oder die Röhren nicht gleich über dem Feuer verengt werden.