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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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Selbſt feiner Sand iſt feſter Baugrund, wenn derſeibe auf grofsen Strecken fortgeht, desgleichen

Lehmgrund, wenn derſelbe nicht durchnäſst iſt. oder nicht abwechſelnd trocken und naſs werden kann.

Schlechter Baugrund ift erweichter Lehm. grund oder Letten, ſtark mit Waſſer durchzoge- ner Sand oder Triebſand;»naſser Wieſengrund, Torfgrund und weicher Moraſt,

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Die Fundamente müſſen auf einen feſen Grund gelegt werden. Wird derſelbe alfo gleich oder bald unter der Oberfläche der Erde angetrof- ten, ſo bedarf es Keiner tiefen Fundamente, feht aber der feſie Grund erſt in mehrerer Tiefe, ſo muſs mit dem Fundamente bis auf ſelbigen hinab gegangen werden.

Die Tiefe der Fundamente wird alſo lediglich durch die Lage des feſten Grundes beſtimmt; in- deſſen befimmt die Höhe der Souterrain- und der Kellermauern, welche zugleich die Stelle der Fundamente vertreten, die Tiefe derſelben.

Wenn der feſte Grund ſehr tief iteht, und alſo um denſelben zu erreichen. zu hohe Fundament- mauern erforderlich ſeyn würden, ſo kömmt es darauf an, ob der bis dahin befindliche zwar wei- che Grund, dennoch von einiger Confiftenz und einer Zuſammendrückung fähig ſey; alsdann wer- den Balken oder Bohlen, oder ein ſogenannter liegender oder geſtreckter dayon verbun- dener Roſt gelegt, und die Fundamentmauern darauf aufgeführt; ißt aber der Grund ganz weich,