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Ueber den Gebrauch des Daniell'schen Hygrometers : zu haben bei dem meteorologischen Instrumentenmacher Johann George Greiner : [Verf.: E. F. August]
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der Luft anziehen, ist das Daniell'sche Hygrometer Sehr zu empfehlen; weil unser bloſses Gefühl die An- wesenheit der Feuchtigkeit in der Luft nicht Sicher un- terScheidet, am wenigsten also die Grade derzgelben be- Stimmen kann,

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Noch ist' nöthig, einige Vorsichtsmaſsregeln bez den Beobachtungen mit dem Instrumente zu empfehlen. a) Die Zartheit Seiner Structur erfordert eine Sorgfäl- tige Behandlung. Ein kleiner Riſs im Glase läſst Luft durch und verdirbt das Instrument, b) Die Nähe von Quecksilber oder Säuren macht zuletzt den Goldüberzug blind, 50 daſs das Entstehen des Ringes nicht mehr wahr- genommen werden kann, c) Der Athem des Beobachters kann einen Ring bilden und zu falschen Schlüssen verlei- ten. Man halte also den Athem möglichst zurück, 30 lange man beobachtet, oder man halte eine Glastafel zwischen Gesicht und Kugel. d) Man beobachte das äuſsere Thermometer zuerst, nachdem das Instrument eine Zeit der freien Luft ausgesetzt gewesen ist: weil die Erwär- mung, welche die Nähe des Körpers dem Thermomes ter giebt, ebenfalls auf falsche Schlüsse leiten würde. e) Man 8ey Sehr vorsichtig bei Beobachtungen in der Nähe eines brennenden Lichtes: weil der Aetherdunst Sich leicht entzündet, und dann nicht nur das Instru- ment, Sondern auch wohl der Beobachter beschädigt werden könnte, Am besten ist in Solchem Falle die Anwendung einer Laterne,) Bei allen Versuchen träufßle man den Aether nur Sehr langsam auf, damit nicht die Erkaltung des Aethers in der vergoldeten Kugel dem Quecksilber-Thermometer zuvoreile; in welchem Falle man. an diesem Thermometer beim Rütstelien des Hauch-